Nach einem Date fragen: Wann und wie genau

Nach einem Date fragen, sodass Ja leichtfällt: konkret (Tag, Ort, Bezug zum Chat), solange die Stimmung gut ist, und ein Nein locker annehmen. So geht's.

Banterfox-TeamVeröffentlicht 5 Min. Lesezeit
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Nach einem Date fragen: Wann und wie genau

Wenn du nach einem Date fragst, mach es konkret und leicht zuzusagen: ein Tag, ein Ort und ein Bezug zu etwas, worüber ihr geschrieben habt. Frag, solange das Gespräch gut läuft, meist nach ein paar Tagen guten Chats und nicht erst nach Wochen.

Das Wichtigste

  • Die meisten sind nach etwa drei Tagen gutem Chat bereit für ein Treffen, aber nur rund ein Drittel plant dann auch eins (Hinge).
  • Telefonnummern werden, wenn überhaupt, meist innerhalb der ersten 20 Nachrichten getauscht (Zhang & Yasseri).
  • „Wir sollten mal was machen“ verpufft. „Donnerstag, der Ramen-Laden in der Neubaugasse?“ ist leicht anzunehmen.
  • Frag, wenn dein Gegenüber lacht und dir Fragen stellt, nicht als Rettungsversuch für einen sterbenden Chat.
  • Sag es klar. Gestapelte Weichmacher („vielleicht könnten wir ja irgendwie …“) wirken unsicher.

Warte nicht ewig

Der häufigste Fehler ist nicht, schlecht zu fragen. Es ist, gar nicht zu fragen. Zwei Menschen schreiben sich wunderbar, wochenlang, und irgendwann wird daraus eine Brieffreundschaft, die einschläft.

Die Daten sagen: Du darfst früher fragen, als du denkst. In einer Hinge-Umfrage gaben 62 Prozent der Singles an, nach etwa drei Tagen Chatten bereit für ein Date zu sein, aber nur 34 Prozent haben in dieser Zeit tatsächlich eins geplant. Und eine Auswertung von rund zwei Millionen Gesprächen auf einer Dating-App (Zhang & Yasseri, Oxford Internet Institute, 2016) zeigte: In Gesprächen, die zu einem Nummerntausch führten, passierte das meist innerhalb der ersten 20 Nachrichten.

Außerdem hilft mehr Chat nur bis zu einem gewissen Punkt. Ramirez und Kolleg:innen (2015) fanden einen kurvenförmigen Zusammenhang zwischen der Menge an Online-Kommunikation vor dem ersten Treffen und dem Eindruck beim ersten Treffen: Etwas Schreiben half, ab einem gewissen Punkt machte noch mehr Schreiben das erste Treffen aber weniger positiv.

Gute Faustregel: Wenn der Chat seit ein paar Tagen herzlich ist oder ihr bei 15 bis 20 Nachrichten seid und es Spaß macht, ist es Zeit.

Mach es konkret

Eine vage Einladung schiebt die ganze Arbeit zum Gegenüber. Es muss überlegen, ob du es ernst meinst, selbst einen Termin vorschlagen und riskiert, zu eifrig zu wirken. Eine konkrete Einladung nimmt ihm diese Arbeit ab.

Vage:

Wir sollten mal was machen.

Hättest du vielleicht irgendwann mal Lust auf einen Drink, wenn du nicht zu viel zu tun hast?

Konkret:

Du hattest noch nie richtige Ramen? Das muss sich ändern. Donnerstagabend, der Laden in der Neubaugasse?

Deine Riesling-These will ich persönlich verteidigt sehen. Weinbar am Samstag, so gegen sieben?

Du wolltest doch schon lange mal Bouldern ausprobieren. Ich geh Mittwoch nach der Arbeit, komm mit?

Die guten Varianten haben drei Teile: einen Bezug zu eurem Gespräch, eine konkrete Aktivität und einen Tag. Konkret heißt nicht starr. „Donnerstag oder Sonntag, wie es dir passt“ zählt auch. Das „irgendwann mal“ ist das Problem.

Halte das erste Date einfach und entspannt: ein Kaffee, ein Drink, ein Spaziergang, eine Aktivität, die ihr beide erwähnt habt. Etwas mit einem natürlichen Ende macht das Ja leichter.

Sag es klar

Klares Interesse ist anziehend. Wochenlanges Herumdrucksen nicht. In der Stanford-Speed-Dating-Forschung (Ranganath et al., 2013) waren Weichmacher wie „irgendwie“, „so ein bisschen“ und „vielleicht“ (im Original „sort of“, „kind of“, „maybe“) typisch für Menschen, die unbeholfen wirkten. Ein verspielter Weichmacher ist okay. Fünf in einem Satz klingen, als würdest du dich schon auf das Nein gefasst machen.

Vergleich:

Ich weiß nicht, vielleicht, wenn du magst, könnten wir ja irgendwie mal einen Kaffee trinken oder so? Kein Stress haha

Ich schreib echt gern mit dir. Kaffee am Sonntag?

Die zweite Version ist kürzer, wärmer und leichter zu beantworten, egal ob mit Ja oder Nein.

Den richtigen Moment erwischen

Das Timing ist genauso wichtig wie die Worte. Gute Momente:

  • Dein Gegenüber lacht über deine Nachrichten und legt eigene Witze nach.
  • Sie oder er stellt dir Fragen und schreibt längere Antworten.
  • Ihr habt gerade eine Gemeinsamkeit entdeckt („Moment, du hasst Hafer-Flat-Whites auch?“).
  • Ihr habt einen Running Gag, der persönlich noch lustiger wäre.

Schlechte Momente:

  • Der Chat stirbt gerade und du hoffst, ein Date rettet ihn.
  • Du hast zwei kurze, lustlose Antworten hintereinander bekommen.
  • Ihr kennt euch seit drei Nachrichten und es gibt noch keine Verbindung.

Bei gemischten Signalen lies zuerst Interesse erkennen.

Im echten Leben: nach der Nummer fragen

Offline gelten dieselben Regeln, nur schneller. Hattet ihr ein paar gute Minuten, auf einer Party, in einer Buchhandlung oder in der U-Bahn, sag klar, dass es dir gefallen hat, und frag:

Das war echt nett. Ich würd das gern bei einem Kaffee fortsetzen. Gibst du mir deine Nummer?

Meine Station kommt gleich. Ich will unbedingt das Ende der Geschichte mit dem kaputten Bus hören. Nummern tauschen?

Mach den Abschied zum Teil der Frage. Du hältst niemanden im Gespräch fest, du bietest ein leichtes Ja oder ein leichtes Nein an. Den ganzen Ablauf im echten Leben beschreiben wir in Fremde ansprechen.

Wenn die Antwort Nein ist

Manchmal ist die Antwort Nein, oder „haha vielleicht“ ohne Gegenvorschlag, was meistens dasselbe heißt. Nimm es beim ersten Mal an, locker:

Alles gut! War schön, mit dir zu schreiben.

Nicht noch mal fragen, nicht verhandeln, nicht erklären, warum es doch lustig wäre. Ein sauberer, freundlicher Abgang ist an sich schon anziehend, und er schützt dein Selbstvertrauen: Du hast klar gefragt, und genau das ist der Teil, den du in der Hand hast.

Übe es

Tag 6 im Banterfox-Programm, „Frag nach einem Date“, hat zwei Challenges. Der Checkpoint heißt „Drei Stationen“: U-Bahn, Freitagabend, dein Gegenüber steht mit Kopfhörern um den Hals an der Tür, und du hast acht Nachrichten, um ein Gespräch zu beginnen und die Nummer zu bekommen, bevor die Person aussteigt. Wenn die Türen aufgehen, ist die Szene vorbei, egal wie weit du gekommen bist. Die zweite Challenge ist ein Match: Mach aus ein paar guten Nachrichten ein konkretes Date, bevor es verpufft. Bestanden ist sie nur, wenn dein Gegenüber wirklich zusagt, und das passiert, wenn das Interesse da ist und die Frage klar. Tag 7 bringt dann alles zusammen, vom ersten Satz bis zum Date auf einer Hochzeitsfeier.

Quellen

Häufige Fragen

Wie lange sollte man schreiben, bevor man nach einem Date fragt?

Nicht lange. Laut einer Hinge-Umfrage sind 62 Prozent der Singles nach etwa drei Tagen Chatten bereit, ein Date auszumachen, aber nur rund ein Drittel tut es dann auch. Frag nach ein paar guten Nachrichten, nicht nach Wochen.

Wie frage ich per Nachricht am besten nach einem Date?

Konkret: Nenn einen Tag, einen Ort und knüpf an etwas aus eurem Chat an, zum Beispiel „Du hattest noch nie richtige Ramen? Donnerstag, der Laden in der Neubaugasse?“. Ein vages „Wir sollten mal was machen“ lässt sich leicht übergehen.

Wann ist der richtige Moment, nach der Nummer oder einem Date zu fragen?

Wenn das Gespräch gut läuft: Dein Gegenüber lacht, stellt dir Fragen und schreibt längere Antworten. Nutz eine Einladung nicht, um einen einschlafenden Chat zu retten.

Was mache ich, wenn die Antwort Nein ist?

Nimm es beim ersten Mal mit einem lockeren Satz an, etwa „Alles gut, war nett mit dir zu schreiben“, und geh weiter. Nicht noch mal fragen, nicht erklären, warum es doch lustig wäre.

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